Psychische Ursachen von Impotenz

Impotenz kann nicht nur rein körperliche Ursachen haben, die sich mittels einer einfachen Untersuchung durch den Arzt erkennen lassen. Auf der anderen Seite gibt es viele psychische Auslöser, die deutlich schwerer zu identifizieren sind, und bei denen es daher umso wichtiger ist, schnell die richtige Entscheidung zu treffen. Der Besuch bei einem guten Psychotherapeuten kann deshalb im weiteren Verlauf durchaus eine gute Methode sein, um sich selbst von diesem Problem zu befreien, und sich so ein Stück neuer Lebensqualität zu sichern. Dabei unterscheiden die Experten noch einmal zwischen zwei leicht unterschiedlichen Richtungen, auf die geachtet werden sollte.

Diese sind:

  • rein psychische Ursachen
  • emotionale Ursachen

Für einen Laien mag es sich anhören, als wäre dies ein und dasselbe, doch es gibt tatsächlich einige Differenzen, die man vor allem dann sehr gut erkennen kann, wenn man den Blick etwas auf die Details richtet.

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Die emotionalen Blockaden

Die emotionalen Ursachen können durch ganz unterschiedliche Dinge und Geschehnisse hervorgerufen werden, in der Regel lassen sie sich aber mit einer einfachen Therapie und innerhalb von recht kurzer Zeit wieder beseitigen. Leidet ein Mann zum Beispiel im Alltag unter einem starken Stress, so kann dies eine emotionale Ursache sein, mit der sich die erektile Dysfunktion beschreiben lässt.

Unter anderem führt dies zu einem Abfallen des Testosteronspiegels, der dann für die Impotenz verantwortlich sein kann. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Männer, die Versagensängste plagen, wenn sie mit ihrer Partnerin im Bett sind. Es handelt sich daher um emotionale Blockaden, für die die Männer aber selbst verantwortlich sind, da ihr eigenes Bewusstsein sie im Vorfeld erschaffen hat.

Häufig muss ein Mann erst einmal diesen wichtigen Punkt verstehen und akzeptieren, bevor es ihm möglich ist, weitere Rückschlüsse aus der ganzen Angelegenheit für sich selbst zu ziehen. Somit können auch die anderen Faktoren, die als emotionale Ursachen bezeichnet werden, beachtet werden.

  • Probleme in der Partnerschaft
  • Probleme in anderen Beziehungen
  • traumatische sexuelle Erfahrungen
  • Eifersucht
  • Leistungsdruck
  • fehlende Anziehung

Gleichzeitig ist es in Bezug auf die möglichen emotionalen Ursachen auch sehr wichtig zu erwähnen, dass solche Probleme stets auch über einen gewissen Zeitraum auftreten müssen, um wirklich von einer erektilen Dysfunktion im klassischen Sinne sprechen zu können. Es ist völlig natürlich, dass es Tage gibt, an denen es einem Mann eben nicht möglich ist, den Geschlechtsakt wie gewünscht zu vollziehen.

Erst wenn mindestens 70 Prozent der Versuche scheitern, handelt es sich per Definition auch tatsächlich um einen Fall von Impotenz. Die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung stehen aber in der Regel gut, da der Körper per se nicht beeinträchtigt ist. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass im Schlaf noch immer die unbewussten nächtlichen Erektionen auftreten. Neben der psychischen Behandlung reicht oft bereits ein klärendes und sehr offenes Gespräch mit der Partnerin aus, um erste Erfolge zu erzielen. Gleichzeitig gilt es die eigenen Lebensumstände genauer zu analysieren, um die möglichen Stressfaktoren zu eliminieren.

 

Die psychischen Ursachen

Die psychischen Ursachen sind tiefgreifender, was bedeutet, dass sie sich sehr häufig im Unterbewusstsein des Mannes verankern. In der Folge reicht ein klärendes Gespräch mit der Partnerin oft nicht mehr aus, um bereits erste Erfolge zu erzielen. Gleichzeitig erkennt man diese neue Ebene der psychischen Ursachen daran, dass die Probleme selbst in der Nacht auftreten, der Mann also nicht mehr dazu in der Lage ist, auch in der Nacht eine unbewusste Erektion aufzubauen. Die hierfür verantwortlichen Gründe sind meist gar nicht in der aktuellen Partnerschaft zu finden, sondern lassen sich häufig auch auf frühere Beziehungen zurückführen, die nicht glücklich endeten.

 

Mögliche Therapien und Behandlungsmöglichkeiten

Zum einen gibt es Fälle, in denen diese seelischen Umstände dem Mann die Lust auf Sex nehmen, was die Partnerin fälschlicherweise häufig als mangelnde Attraktivität auffasst, was zu weiteren Problemen führt. Auf der anderen Seite ist es einem betroffenen Mann selbst unter sexueller Erregung oft nicht mehr möglich, eine Erektion aufzubauen, und diese auch zu halten.

Neben der Therapie bei einem geschulten Psychotherapeuten, der sich an die tieferen Ursachen wagen kann, gibt es eben auch die Möglichkeit, viel innerhalb der Partnerschaft darüber zu reden. Es handelt sich leider um ein Thema, das gerade in unserer Gesellschaft immer wieder tabuisiert wird, was aber an sich ein großer Fehler ist. Denn nur, wenn man für sich erkennt, wie weiter verfahren werden kann, stellen sich in der Folge auch die gewünschten Ergebnisse ein.

Eine medikamentöse Therapie ist zwar auch hier möglich, doch im Grunde behandelt sie nur die Symptome, wie zum Beispiel den zu niedrigen Testosteronspiegel. Um die Impotenz auf psychischer Basis dauerhaft hinter sich lassen zu können, ist es weitaus besser, sich an die Ursachen zu wagen, so unangenehm dies zu Beginn auch für alle Beteiligten sein mag.

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