Ursachen von Impotenz

Die Tatsache, dass die Diagnose von einer Impotenz heute nicht unbedingt einfach ist, hängt auch damit zusammen, dass hierbei so viele unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein können. Ärzte wie Patienten haben es daher zu Beginn erst einmal schwer, hier richtige Entscheidungen zu treffen, und sich so die Möglichkeit zu schaffen, entsprechend mit einer Behandlung der Dysfunktion darauf reagieren zu können. Hier folgt nun ein Überblick über die verschiedenen Ursachen, die im Rahmen der erektilen Dysfunktion von Bedeutung sein können.

Diese sind:

  • Körperliche Ursachen
  • Medikamentöse Ursachen
  • Psychische Ursachen
  • Emotionale Ursachen

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Die körperlichen Ursachen

Die körperlichen Ursachen, die für Impotenz verantwortlich sein können, nehmen ganz unterschiedliche Formen an. Sehr häufig sind es die Nerven am Penis selbst, die dafür verantwortlich sind, dass keine Erektion mehr möglich ist. So leiten sie die Signale bei Erregung nicht mehr eindeutig weiter, was dann dazu führt, dass der Körper nicht mehr dazu in der Lage ist, eine Erektion aufzubauen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Möglichkeit, dass es an denBlutgefäßen liegt, die um den Penis herum liegen. Diese können durch spezielle Erkrankungen einfach nicht mehr in der Lage sein, genügend Blut zu den Schwellkörpern zu transportieren, was dann ganz unabhängig davon ist, ob eine sexuelle Erregung vorliegt.

Auf der anderen Seite gibt es auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Medikamente dafür verantwortlich sind. Dies können Nebenwirkungen sein, die zum Beispiel dafür sorgen, dass der Blutfluss nicht mehr so aufrechterhalten werden kann, wie dies im Vorfeld eigentlich notwendig wäre.

 

Statistiken und Risiken zu den körperlichen Ursachen

Im Hinblick auf die aktuellen Statistiken, die zum Thema Impotenz leider recht spärlich und wenig gut belegt sind, zeigen sich aber doch einige Zusammenhänge. So wird sehr deutlich, dass es vor allem Männer im fortgeschrittenen Alter sind, die dabei unter den körperlichen Ursachen zu leiden haben. Bereits in Bezug auf die geringe Störung der Potenzfähigkeit wird dies sehr deutlich. So gibt zumindest fast die Hälfte der Männer in einem Alter zwischen 40 und 70 Jahren an, dass die eigene Potenzfähigkeit gestört ist, wodurch sie sich zum Teil in ihrem Sexualleben eingeschränkt fühlen.

Ganz und gar vorbeugen kann man den körperlichen Ursachen derweil nicht. Es kann nämlich auch der genetische Einfluss sein, der dafür sorgt, dass sich mit zunehmenden Alter diese Dinge einstellen. Zumindest einige der klaren Risikofaktoren können aber vermieden werden, was dazu führt, dass die Wahrscheinlichkeit, später unter Impotenz zu leiden deutlich verringert wird. Dazu zählt zum Beispiel das Rauchen, welches zu Arteriellen Erkrankungen führen kann. Auch der übermäßige Konsum von Alkohol oder Drogen kann dafür sorgen, dass das Risiko erhöht wird. Radsportler sollten ebenfalls darauf achten, denn es ist kein Gerücht, dass das wöchentliche Fahren von 300 bis 500 Kilometern auch zu Impotenz führen kann.

 

Mentale und psychische Aspekte

Auf der anderen Seite gibt es noch andere Ursachen, die sich nicht direkt durch eine körperliche Diagnose herausstellen. Dazu unterscheiden die Urologen zwischen psychischen und emotionalen Ursachen, wobei es gerade für Laien häufig sehr schwer ist, zwischen diesen Bezeichnungen überhaupt einen Unterschied zu erkennen. Bezüglich der Statistiken, die dazu vorhanden sind, wird aber eine gewisse Korrelation sehr deutlich. So sind es verhältnismäßig mehr jüngere Männer in einem Alter bis 40 Jahren, die unter dieser Art der Impotenz leiden, bei der die körperlichen Ursachen keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Gleichzeitig ist es vor allem dank der modernen Psychotherapie sehr gut möglich, mit einer Behandlung dagegen vorzugehen. In der Regel sind es in etwa 70 Prozent der Patienten, die dauerhaft von ihren Beschwerden befreit werden können.

 

Die emotionalen Ursachen

Wer zum Beispiel im Alltag zu sehr unter Stress und Anspannung leidet, wird ebenfalls ein erhöhtes Risiko in sich tragen, Impotenz erfahren zu müssen. Gleichzeitig ist es eben auch durch einen gewissen Leistungsdruck, der sich auch auf das Sexualleben beziehen kann, möglich, das Auftreten einer Impotenz zu fördern. Hier liegt es also stets amBewusstsein des Mannes, welches ihn daran hindert, den Geschlechtsakt erfolgreich zu vollziehen. Ganz klar differenziert werden muss aber zwischen einem vorübergehenden Auftreten dieser Phänomene, und einer längeren Dauer, von mehreren Wochen und Monaten.

Es ist schließlich völlig normal, dass es Tage gibt, an denen sich in Bezug auf den Geschlechtsverkehr nicht die gewünschten Erfolge zeigen. Von einer Impotenz wird daher aus der Sicht des deutschen Verbandes der Urologen erst von dem Moment an gesprochen, wenn 70 Prozent der Versuche zum Geschlechtsverkehr scheitern. Im bewusstlosen Zustand, also im Schlaf, ist es trotz der emotionalen Ursachen dagegen noch immer möglich, eine Erektion aufzubauen, die körperliche Fähigkeit dazu ging also nicht verloren.

Die psychischen Ursachen

Etwas schwieriger ist es dagegen bei den rein psychischen Ursachen, die bisher eher wenig erforscht sind. Bisher ist nur bekannt, dass die Ursachen meist von Patient zu Patient unterschiedlich sind, und sich zum Teil sogar auf frühere Erfahrungen oder Traumata beziehen. Da es sich hier stets um eine Blockade im Unterbewusstsein handelt, kann auch der Patient ohne eine fachliche Beratung nur sehr selten sagen, auf was sich dieses Problem nun genau zurückführen ließe.

Eine Unterscheidung bezüglich der emotionalen Ursachen ist dabei gerade aufgrund der nächtlichen Erektionen gegeben. Sollte es sich nämlich um tiefgreifende psychische Ursachen handeln, so hat der Mann selbst bei Nacht nicht mehr die Möglichkeit, eine Erektion aufzubauen. Mit einem einfachen Test, der sogar zuhause durchgeführt werden kann, lässt sich so vom Arzt bestimmen, ob es wirklich am Bewusstsein des Patienten liegt, dass die psychischen Phänomene ursächlich sind.

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