Stress im Alltag sorgt für Potenzprobleme?

Männer, die unter Impotenz zu leiden haben, erfahren in ihrem Alltag nicht selten auch ein zusätzliches Maß an Stress. Doch da es diesen Zusammenhang leider auch in umgekehrter Richtung gibt, sollte versucht werden, den Stress im Alltag so gering wie möglich zu halten. Grund dafür sind die psychischen Ursachen einer Impotenz, die leider nach wie vor bei vielen Männern dafür sorgen, dass sich dieses Problem einstellt.

Bevor aber einige Tipps gegeben werden können, mit denen einem zu hohen Stresslevel entgegengewirkt werden kann, gilt es erst einmal zu prüfen, wie genau der Stress überhaupt zu einer erektilen Dysfunktion führen kann.

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Welchen Einfluss haben emotionale Blockaden?

Die gesunde Sexualität ist ein sehr komplexer Vorgang im Gehirn, der allen möglichen Einflüssen unterliegt. Wenn wir uns in unserem Alltag zu viel mit anderen Dingen beschäftigen, so kann dies ganz schnell dazu führen, dass wir die wichtigsten Aspekte aus den Augen verlieren und geistig die meiste Zeit abwesend sind.

Die Gedanken kreisen dann zum Beispiel über das letzte Gespräch mit dem Chef bei der Arbeit, wodurch es hin und wieder unmöglich werden kann, den Geschlechtsakt wie gewünscht zu vollziehen. Wichtig ist hier zu erkennen, dass dies im medizinischen Sinne nicht direkt als Impotenz bezeichnet werden würde. Denn nur wenn wirklich 70 Prozent der Geschlechtsakte scheitern, werden die Probleme konkret.
Neben der Arbeit sind es aber sehr häufig auch die Beziehungen zu anderen Menschen, insbesondere zur eigenen Partnerin, auf die an dieser Stelle geschaut werden sollte. Herrschen große Differenzen zu Freunden oder Familie, kann dies einer der Auslöser dafür sein, dass emotionale Blockaden aufgebaut werden und sozialer Druck entsteht.

Auf der anderen Seite kommt der partnerschaftlichen Beziehung hier nach wie vor die größte Bedeutung zu. Sollte es hier wirklich zu größeren Spannungen oder Unzufriedenheiten kommen, die nicht ausgesprochen wurden, kann dies ebenfalls für emotionalen Stress sorgen, der in der Folge das Sexualleben stark belastet.

 

Die richtige Behandlung

Nun wäre es gänzlich falsch, diese auftretenden Probleme mit Potenzmitteln zu behandeln. Denn rein körperlich liegt hier kein Schaden vor, was sich die meisten Männer aber heute nicht so recht eingestehen können. Zwar würde unter dem Einsatz eines Potenzmittels wiederum eine kurzfristige Besserung erreicht werden, doch das Problem lässt sich dadurch eben nicht an der Wurzel packen. Stattdessen hilft wirklich nur die Beratung bei einem guten Psychotherapeuten oder ein klärendes Gespräch mit der Partnerin, die gewünschten Erfolge zu erreichen. Gleichzeitig kann aktiv daran gearbeitet werden, den eigenen Stress im Alltag zu reduzieren und das Problem auf diese Weise vielleicht erst gar nicht aufkommen zu lassen.

 

Die Reduktion von Stress

Um Stress reduzieren zu können, gibt es in unserer heutigen Gesellschaft sehr viele unterschiedliche Optionen, die angeboten werden. Von Anfang an kann man sagen, dass nicht jeder Tipp für jeden zielführend sein wird. Auf der anderen Seite ist es am Ende eben notwendig, sich selbst die Rosinen herauszupicken, um effektiv gegen den eigenen Stress vorgehen zu können. Ein sehr einfacher Tipp ist Zeit mit sich selbst zu verbringen. Viele Menschen sind den ganzen Tag für ihre Mitmenschen da, erst vom Morgen bis zum Nachmittag für die Kollegen und den Chef im Büro, danach für die eigene Familie oder den Partner. Trotz aller Nächstenliebe ist es für die emotionale Gesundheit wichtig, etwas Zeit für sich selbst zu haben.

Diese kann zum Beispiel dadurch geschaffen werden, dass ein Spaziergang von mindestens einer halben Stunde gemacht wird, während dem sich die Gedanken den eigenen Sorgen widmen können. Andere Menschen setzen dagegen eher darauf, am Abend einige Zeit lang zu lesen, während sie absolut ungestört sein möchten. Auf der anderen Seite ist die Meditation ein gelungener Weg, um Stress zu bewältigen, ohne dass sie dabei spirituell oder religiös angehaucht sein müsste.

 

Stress besser bewältigen

Ein zweiter Tipp scheint dem ersten zu widersprechen, doch hier geht es darum, die Balance zwischen beiden Dingen zu finden. Man sollte es im Alltag tunlichst vermeiden, alle Sorgen auf den eigenen Schultern anzuhäufen und sich nicht mit anderen Menschen darüber zu unterhalten. Dabei ist genau dies der Weg, um sich selbst nicht mit den Problemen zu überlasten, was den Stress weiter verstärken würde. Entgegen der weitläufigen Annahme ist es aber kein Zeichen von Schwäche, die Sorgen mit anderen Menschen zu teilen, sondern ein guter Weg, um in der Folge die Dinge selbst bewältigen zu können. Ein letzter Weg ist zum Beispiel der Urlaub, den sich viele von uns nur ein Mal im Jahr gönnen.

Stattdessen wäre es für die Psyche sehr viel besser, wenn mehrere kurze Urlaube pro Jahr durchgeführt werden. Ansonsten ist die Entspannung schon wenige Tage nach dem langen Sommerurlaub wieder verloren, wodurch es in der Folge nicht mehr möglich ist, länger von den positiven Effekten zu profitieren.

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