Selbsthilfegruppen bei Impotenz

Beim Fall einer Impotenz bietet sich immer auch die Möglichkeit, eine der vielen Selbsthilfegruppen (shg) zu besuchen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Ohne Frage ist dies ein Schritt, der gerade zu Beginn ein sehr großes Maß an Überwindung kostet. Dennoch sollte man stets daran denken, dass es schon vielen Menschen gelungen ist, eine erektile Dysfunktion auf diesem Wege zu überwinden. Dabei treffen sich verschiedene Menschen, vorwiegend Männer, die mit dem Problem der Impotenz zu kämpfen haben.

In der Gruppe werden dabei zum einen einige Informationen zum Thema ausgetauscht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung, die gerade bei emotionalen oder psychischen Ursachen eine große Hilfe darstellen kann.

Die Gespräche kreisen dabei meist um:

  • Erfahrungen mit Ärzten
  • Behandlungsmöglichkeiten
  • eigene aktuelle Empfindungen
  • Probleme in der Partnerschaft
  • Kostenübernahme der Krankenkassen

In der Summe kann sich jeder der Teilnehmer selbst ein Bild machen, und so weiterhin entscheiden, wie er im individuellen Fall vorgehen möchte. Gerade beim ersten Besuch erwächst daraus sehr häufig die Erfahrung, dass eben gestandene Männer zusammenkommen, die sich alle mit diesem Thema befassen müssen.

selbsthilfegruppe

Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe zu Impotenz?

Tatsächlich gibt es in diesen Tagen sehr viele Gruppen, die sich mit dem Thema Impotenz befassen. Dies liegt unter anderem auch an den steigenden Zahlen der Betroffenen, wobei es vor allem die erektile Dysfunktion ist, die hier besonders bedeutend ist. Gerade aufgrund dieser Entwicklung ist es sehr wahrscheinlich, dass es in der Nähe eine passende Gruppe gibt, die regelmäßige Treffen abhält. Für die genauere Information ist es das Internet, welches sich in den Vordergrund zu drängen versteht. Eine Selbsthilfegruppe schreibt sich dabei ganz traditionell eigentlich keinen Teilaspekt des Themas auf die Fahnen. Es wird also nicht daran gedacht, nur Menschen zu empfangen, die bereits eine genaue Diagnose von einem Arzt erhalten haben. Stattdessen ist dort wirklich jeder willkommen, der betroffen ist, oder sich einfach nur intensiver mit dem Thema befassen möchte.

Die Chance, dass aus dem Besuch der Selbsthilfegruppe eine Möglichkeit zur Überwindung der Impotenz erwächst, ist aber bei mentalen und emotionalen Ursachen nach wie vor am höchsten. Auf der anderen Seite ist es aber auch der durch die Gruppe selbst entstehende Zusammenhalt, der dazu beiträgt, dass sich die gewünschten Erfolge einstellen. Besonders wenn sich die an der Runde teilnehmenden Personen öffnen können, sind die Möglichkeiten nach wie vor am größten.

 

Welche positiven Effekte gibt es?

In der Gruppe ist es möglich, sich ganz offen mit den anderen Menschen auszutauschen. Dies macht es möglich, selbst die Erfahrungen von anderen Menschen zu teilen. Der Inhalt einer Sitzung wird dabei von den Teilnehmern selbst bestimmt. Häufig sind es aktuelle Erfahrungen, über die so berichtet wird. Immer wieder stehen aber auch die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zur Diskussion, die man für diesen Zweck nutzen kann. Dadurch entsteht bei allen Sitzungen eine gewisse Dynamik, die es den Teilnehmern an der Selbsthilfegruppe möglich macht, selbst genau die Informationen auszusuchen, die für die eigenen Erfahrungen besonders von Bedeutung sind. Gleichzeitig bietet sich eben die Möglichkeit, in Bezug auf die Gruppe selbst einige Antworten zu geben.

 

Die Gespräche in der Gruppe

Der Vorteil, den ein so offenes Gespräch haben kann, zeigt sich auch dann, wenn man die bei Ärzten angewandten Therapien einmal genauer ins Auge fasst. Denn gerade bei der Vermutung, dass dem Problem vielleicht eine emotionale oder psychische Ursache zugrunde liegen könnte, setzt auch der Arzt zu einem offenen Gespräch mit dem Patienten an. Allerdings haben auch die Ärzte immer wieder Probleme damit, offen und ehrlich über das Thema der Sexualität zu sprechen. Deshalb bewegt sich die gesamte Unterhaltung von Anfang an auf einer ganz anderen Ebene, wenn man sich dafür entscheidet, die Impotenz mit den Personen zu besprechen, die ebenfalls damit umzugehen haben. Bei einer Impotenz bietet dies den Vorteil, dass daraus eben ersichtlich wird, wie hoch der mentale Druck wirklich ist, der auf dem Mann lastet. Ein Grund für Schamgefühle besteht dabei ganz und gar nicht. Dies kann man allein schon daran erkennen, dass es allein in Deutschland nach offiziellen Schätzungen in etwa fünf Millionen Männer gibt, die unter dem Problem der erektilen Dysfunktion zu leiden haben.

 

Wie lange ist der Besuch zu empfehlen?

Wie lange man der Selbsthilfegruppe zu Impotenz in der Folge beiwohnen möchte, dies hängt ganz und gar vom individuellen Empfinden ab. Die meisten Männer, die sich für diesen Schritt entschieden haben, berichten nach einiger Zeit, dass es auf sie befreiend wirkt, die Möglichkeit zu besitzen, sich offen über vergangene und neue Erfahrungen austauschen zu können. Es gibt daher durchaus Personen, die weiterhin die Treffen der Gruppe besuchen, selbst wenn sie die Erkrankung selbst bereits erfolgreich hinter sich gelassen haben.

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