Sorgt Pornographie für Impotenz?

Bereits vor einigen Jahren begann die Diskussion darüber, ob der Konsum von Pornographie denn nun schädlich sei und unerwünschte Folgen nach sich ziehen könnte. Zwar ist die Historie der Sexfilme nur wenig kürzer, als die Geschichte des Films an sich, doch das Internet hat nun einen ganz entscheidenden Teil zur Intensivierung des Problems beigetragen. Grund dafür ist vor allem die Tatsache, dass Pornographie seither für jeden die ganze Zeit über zugänglich ist, weshalb sich alle Menschen mit einem Internetanschluss damit konfrontiert sehen. Gerade die aktuellen Zahlen stimmen viele sorgenvoll, denn fast zehn Prozent aller Internetzugriffe in Deutschland haben das Ziel, eine Seite mit pornographischen Inhalten aufzurufen. Doch kann dieser Konsum auch zu Impotenz führen?

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Sorgt Pornographie wirklich für Impotenz?

Um diese Frage beantworten zu können, muss etwas genauer auf die verschiedenen Eigenschaften der Filme geschaut werden. Die weiblichen Darsteller werden darin oft erniedrigt, was gerade bei Heranwachsenden ein falsches Bild der Sexualität fördert, in dem die Frau mehr und mehr zum Objekt degradiert wird. Diese Objektbezogenheit ist gleichzeitig einer der Gründe, weshalb Experten hier von einer verarmten Form der Sexualität sprechen. Wer nun dazu übergeht, mehrmals pro Woche diese Filme zu konsumieren, oder wessen Hemmschwelle gegenüber brutalen und gewalttätigen Szenen sinkt, der sollte sich definitiv Gedanken machen. Dies kann bis hin zu einer körperlichen Abhängigkeit von Pornographie führen, die bereits seit einigen Jahren als offizielle Suchtkrankheit anerkannt wurde.

 

Wie beeinflusst Pornographie die Sexualität?

Wer insgesamt einen hohen Konsum von Pornos vorzuweisen hat, der neigt unterbewusst dazu,bestimmte Dinge auch auf den realen Geschlechtsverkehr zu übertragen. Wer beide Seiten kennt, der ist sich auch darüber im Klaren, dass sie in der Wirklichkeit recht wenig miteinander zu tun haben. Doch nun ist ein stetig höheres Maß an Erregung notwendig, um das gleiche körperliche Verlangen aufzubauen, wie zuvor. In einer Partnerschaft bedeutet dies leider oft, dass das Interesse am eigenen Partner sinkt, da dieser nicht die optischen Ansprüche erfüllt, die in der Pornographie suggeriert werden. Gleichzeitig scheint vom eigenen Sexualleben kein so großer Reiz mehr auszugehen, da jede Interaktion automatisch mit den digitalen Inhalten aus dem Internet verglichen wird. Der Abhängige will nun in erster Linie die eigenen Wünsche erfüllt haben und ist vor diesem Hintergrund bereit, zunehmend selbstsüchtig zu werden. In jeder Beziehung stellt dies natürlich eine große Gefahr und Belastung dar, die es besser zu vermeiden gilt.

 

Die Sucht in der Partnerschaft

Diese mangelnde und weiter nachlassende sexuelle Anziehung ist es auch, die dann bis hin zur Impotenz führen kann. Unter den psychischen Ursachen hat auch die Pornographie ihren festen Platz, da es sich um eine klare emotionale Blockade handelt, die einen Einfluss auf das Sexualleben nimmt. Ein Mann ist nun oft nicht mehr dazu in der Lage, eine Erektion zu bekommen und zu halten, da die sexuelle Anziehung der eigenen Partnerin zu schwinden scheint. Diese bezieht dies ungeachtet der Pornographie auf sich, was zu weiteren schweren Schäden in der Beziehung führen kann.

Bei alleinstehenden Männern kann es ebenfalls zu gewissen Schwierigkeiten kommen. Hier wird der Konsum von Pornographie häufig durch sexuellen Frust befeuert. Gleichzeitig kann es auch auf Unerfahrenheit und Angst vor dem sexuellen Verkehr mit einer Frau zurückzuführen sein, dass immer wieder auf Inhalte im Internet zurückgegriffen wird, um ein Gefühl der Unterlegenheit in ein Gefühl der Lust zu verwandeln. Um diesem Teufelskreis überhaupt entfliehen zu können, ist es notwendig, sich die eigenen Grenzen vor Augen zu führen. Ansonsten besteht gerade in diesem Fall die große Gefahr, an Impotenz zu erkranken.

 

Was kann ich tun?

In diesem Fall gibt es verschiedene Wege, um aus der Entwicklung ausbrechen zu können, wodurch sich neue Möglichkeiten eröffnen. Zum einen kann die Therapie bei einem Psycho- oder Sexualtherapeuten in Betracht gezogen werden, mit der es möglich ist, entsprechende Fortschritte zu machen.

Da der Gang zu einem Experten allerdings ein sehr hohes Maß an Überwindung erfordert, kann es einfacher sein, die Sachlage zuerst mit der Partnerin zu besprechen. So ist es möglich, dies auf einer sachlichen Ebene aus der Welt zu schaffen, bevor es gar zu einem Bruch in der Beziehung kommt. Manche Männer gestehen sich den Zusammenhang von Pornographie und Impotenz nicht ein und greifen demnach zu Medikamenten, um die erektile Dysfunktion zu überwinden. Da dadurch aber die Gesundheit zusätzlich belastet wird und es am eigentlichen Empfinden nichts ändert, sollten Potenzmittel nicht als eine Alternative zu einer Behandlung der wahren Ursache gesehen werden.

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