Penisverkrümmung bei Impotenz

Bei einer Penisverkrümmung spricht man von einer Deformation des männlichen Gliedes, die ganz unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Dabei handelt es sich in erster Linie einmal um ein natürliches Phänomen, da der Penis eben bei den meisten Männern nicht gerade ist. Egal ob im erschlafften oder erigierten Zustand kann es daher durchaus dazu kommen, dass eine solche Penisdeviation auftritt. Wirklich entscheidend wird sie dabei erst, wenn sie gleichzeitig zu Einschränkungen bei der Sexualität führt. Ansonsten handelt es sich vor allem um ein optisches Phänomen, über das viele Männer klagen.

Unterschieden werden muss dabei zwischen den zwei unterschiedlichen Arten der Penisdeviation:

  • angeborene Penisverkrümmung
  • erworbene Penisverkrümmung

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Die angeborene Penisverkrümmung

Gerade die angeborene Penisverkrümmung lässt sich kaum beeinflussen, da ihr eben vollkommen natürliche Faktoren zugrunde liegen. Meist wird diese Art der Penisdeviation bereits bei Neugeborenen entdeckt, wobei sie sich durchaus auf unterschiedliche Ursachen zurückführen lässt. So ist es zum Beispiel möglich, dass sich das Gewebe an der ober und Unterseite des Penis unterschiedlich schnell entwickelt, wodurch es zu einer Krümmung kommt. Dies beruht dann zumeist auf genetischen Faktoren, auf die selbst ein Arzt keinen Zugriff hat. Neben dem Gewebe kann es aber auch die Harnröhre selbst sein, die als Ursache für die Verkrümmung gilt. Ist diese verkürzt, so kann sich der gesamte Penis ebenfalls falsch entwickeln.

Selbst bei einer frühen Diagnose ist dabei nicht davon auszugehen, dass sich am Penis in den folgenden Jahren bis hin zum Erwachsenenalter noch etwas ändert.

 

Die erworbene Penisverkrümmung

Bei der erworbenen Verkrümmung des Penis handelt es sich um eine Krankheit, die bisher noch nicht wirklich gut erforscht ist. Dies bedeutet zum Beispiel, dass eben die ursächliche Behandlung noch nicht so gut möglich ist, wie man sich dies vielleicht gewünscht haben mag. Es gibt in Deutschland einen Anteil zwischen etwa drei und sieben Prozent der Männer, die unter dem Phänomen zu leiden haben. Daraus geht die sehr deutliche Korrelation mit dem Alter hervor, sodass ältere Männer in der Regel häufiger davon betroffen sind, als das bei jüngeren Männern der Fall ist. Hier kann es sein, dass die Verkrümmung scheinbar über Nacht aufgetreten ist, aber auch eine Entwicklung über einen längeren Zeitraum liegt im Bereich des Möglichen.

 

Die verschiedenen Ursachen

Die Ärzte gehen zurzeit davon aus, dass kleinste Verletzungen im Gewebe des Penis dafür sorgen, dass es zur Ausbildung einer Penisdeviation kommt. Die letztendlichen Erscheinungsformen sind hierbei aber ganz unterschiedlich. So bilden sich bei manchen Männern gewisse Einschnürungen, die zu einer sanduhrartigen Form führen. Am häufigsten ist aber die Krümmung des Penis nach oben, die vor allem im erigierten Zustand sehr deutlich zu erkennen ist.

Häufig geht diese Tatsache auch mit gewissen Schmerzen bei der Erektion einher, weshalb dann ein Arzt aufgesucht wird. Ziel einer Behandlung ist es aufgrund der schlecht erforschten Ursachen nach wie vor, das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen, und so die Möglichkeit zu schaffen, dass weiterhin Geschlechtsverkehr ausgeübt werden kann. Sollten die mechanischen und medikamentösen Möglichkeiten dann nicht zu den gewünschten Erfolgen führen, so ist es noch immer möglich, eine Operation mit in Betracht zu ziehen, um die Symptome zu lindern und die Penisdeviation zu überwinden.

 

Konservative Behandlungsmethoden

Im Rahmen der konservativen Methoden zur Behandlung bieten sich heute unterschiedliche Optionen. Es beginnt bereits mit verschiedenen Injektionen von Medikamenten, die direkt in den Penis abgegeben werden. Auf der anderen Seite setzen Mediziner heute immer mehr darauf, auch verschiedene Methoden wie die Iontophorese oder Stoßwellentherapie in Betracht zu ziehen.

In der Summe bietet sich hier also die Möglichkeit, die gewünschten Effekte zu erreichen. Die Erfolgsquote der konservativen Behandlungsmöglichkeiten liegt bei in etwa 70 Prozent, was deutlich zeigt, dass die Therapie längst nicht in jedem Fall zu den gewünschten Effekten führt.

 

Die operative Behandlung

Bei der operativen Behandlung ist es möglich, die Penisverkrümmung hinter sich zu lassen, wobei damit gewisse Risiken verbunden sind. Grundsätzlich besteht natürlich immer das Risiko, dass es im Rahmen der Behandlung zu Verletzungen kommt, die zum Beispiel die Nerven beschädigen, was in der Folge die sexuelle Empfindsamkeit einschränkt.

Auf der anderen Seite müssen die Patienten in der Regel auch damit rechnen, dass unter Umständen auch eine Verkürzung des Penis zu den Nebenwirkungen der Operation zählt. Welches spezifische Operationsverfahren am Ende am besten geeignet ist, sollte eine individuelle Untersuchung mit dem behandelnden Arzt zeigen.

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