Impotenz durch Fahrradfahren

Immer häufiger hört man das man vom Fahrradfahren Impotent werden könnte – Erektionsprobleme durch das Fahrrad?  Was steckt dahinter? Impotenz kann viele Ursachen haben. Doch das Fahrradfahren impotent macht, wird meistens nur belächelt. Es steckt aber ein fundierter, medizinischer Befund dahinter, die Genitalien sind einfach nicht für das Fahrradfahren gemacht. Erfahren Sie alles über dieses Thema in diesen Artikel! 

Wie wird man beim Fahrradfahren impotent?

Die Genitalien und der Intimbereich kommen beim Radfahren mit dem Sattel in Berührung und dabei entsteht Druck. Da der Sattel nur eine kleine Sitzfläche hat, ist hier der Druck besonders groß.
Es wirken auf den Genitalbereich gewaltige Kräfte ein, Ärzte wissen, dass etwa 30 bis 40 Prozent des eigenen Körpergewichts einwirken. Blutbahnen und Nerven der Genitalien halten diesen Druck natürlich nicht aus, dieser sensible Bereich ist einfach nicht dafür gemacht. Bereits nach wenigen Minuten ist der Sauerstoffgehalt der Blutgefäße um 80 Prozent gesunken. 94% aller Radfahrer sprechen von Taubheitsgefühlen und von Problemen im Genitalbereich. Das kann ein schnelles Erschlaffen des Penis nach sich ziehen und manchmal führt das sogar zur Impotenz.

Es handelt sich hier aber nicht um eine bleibende Dysfunktion der Geschlechtsteile, in den meisten Fällen klingt die Erektions-Störung nach einer gewissen Zeit wieder ab.

Nach etwa zwei Wochen hat sich die Lendengegend wieder beruhigt und die Potenz zeigt keinerlei Störungen mehr. In schweren Fällen kann aber die Erholungsphase bis zu acht Monaten dauern, für die Betroffenen ist das bestimmt keine schöne Zeit. Auch auf Händen und Füßen wirkt ein vielfaches des Körpergewichts ein, es sind nur kleine Pedale für die Füße vorhanden und am Lenker ist meist eine kleine Fläche für die Hände gedacht.

Studien beweisen es?

usa-fahrradZu diesen Phänomen wurden verschiedene Studien gemacht. So führte die USA Tests mit einer Fahrrad-Polizeimannschaft durch. Es wurden Radler mit Nicht-Radlern verglichen und siehe da, im Schlaf wurden bei Radfahrern etwa 15% weniger Erektionen festgestellt, als bei Probanden, die eben kein Fahrrad fuhren. Dieser Befund wird unter dem Druck des Sattels noch verstärkt. Bei einer norwegischen Studie wurden Teilnehmer an einem Radrennen befragt, ob sie im Genitalbereich Veränderungen bemerkten. Auch hier waren die Antworten eindeutig. Viele Radsportler berichteten von Taubheitsgefühlen und dass die Impotenz durchaus mal vier Wochen anhalten könne.

Experten berichten, das Männer von 18 bis 59 Jahren an erektiler Dysfunktion leiden. Bereits 16% aller Radfahrer seien davon betroffen. Bei beruflichen Radfahrern betrifft es sogar 28%. Drei Stunden Radfahren am Tag erhöht das Risiko, um an erektiler Dysfunktion zu erkranken. Wobei das ja eigentliche keine Erkrankung ist, eben „nur“ eine Störung, der man durchaus entgegenwirken kann.

Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane

Der Geschlechtsbereich der Männer besteht aus dem Penis und der Hoden. Doch das sind nur die äußerlichen Organe, tatsächlich befinden sich 50% des Penis aber im Inneren des Körpers. Es wird also zwischen dem äußeren und dem inneren Penis unterschieden. Innen liegen vor allen Dingen Blutgefäße und Nervenbahnen, der innere Bereich wird Perineum genannt. Das ist der Bereich der die äußeren Geschlechtsorgane mit dem inneren Perineum verbindet.

Auf dem Fahrradsattel wird also nicht nur der Penis und der Hodensack gequetscht, sondern das gesamte Perineum leidet unter dem Körpergewicht. Das soll nun aber nicht heißen, dass Fahrradfahren generell ungesund ist, man muss nur den richtigen Sattel wählen.

 

So beugt man Impotenz durch Radfahren vor

Der meiste Druck entsteht ganz vorne am Sattel, also auf der sogenannten Nase. Viele Studien zeigen nun, dass die Form des Sattels eine entscheidende Rolle spielt. Der schlanke Teil des Sattels, also die Nase, sollte entfernt werden, was wissenschaftliche Studien durchaus bewiesen haben. Eine amerikanische Studie ließ Polizisten mit „Nase“ am Sattel fahren und andere wiederum ohne. Die Studie dauerte übrigens sechs Monate und es wurden Daten vor und nach dem Fahrradfahren erhoben. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass nasenlose Sattel besser abschneiden.

Der Druck wird um 66% reduziert und das wirkt sich positiv auf die Empfindungen des Penis aus. Die European Urology hat ebenfalls Studien durchgeführt, auch hier wurden verschiedene Sattelformen überprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass auch die Breite des Sattels zu Sauerstoffmangel in den Blutgefäßen führen kann. Der Sattels sollte mindesten so breit sein, wie die Hüfte selbst. Ein schmaler Sattel beeinträchtigt also den Blutfluss im Penis ganz erheblich. Ein Sattel ohne Nase kann also den gesamten Genitalbereich des Mannes schonen. Um einen geeigneten Sattel zu finden, sollte man eine Messung vornehmen lassen, ein Fachgeschäft weiß was zu tun ist und welcher Sattel wirklich passt.
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Potenzstörungen durch Radfahren vermeiden

Es ist natürlich nicht die Sattel-Form alleine, die Potenzstörungen verursacht. Wärmeaufnahmen zeigen, dass beim Vorlehnen auf dem Rad noch viel mehr Druck erzeugt wird. Das Vorlehnen sollte also weitestgehend vermieden werden, um der Impotenz vorzubeugen. Auch der Gestell-Größe muss Aufmerksamkeit geschenkt werden, die Ellenbogen sollten immer leicht angewinkelt sein. So werden auch die Gelenke entlastet. Natürlich muss der Sattel auf die passende Höhe eingestellt werden, ist er zu hoch, kann das zu erheblichen Schäden des Beckens führen. Zudem sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden, jetzt nimmt die Blutzufuhr zum Penis wieder zu und der Druck wird genommen. Auf jeden Fall sollte aber eine Pause eingelegt werden, wenn sich das Taubheitsgefühl bemerkbar macht. Es darf auch mal ruhig stehend auf dem Rad gefahren werden, auch so wird der Genitalbereich entlastet und wieder mit Blut versorgt. Radler-Hosen sollten ebenfalls getragen werden, sie gehören praktisch zu Grundausstattung jeden Radfahrers. Hier ist der Schritt weich gepolstert und der Genitalbereich wird geschont.

Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand und dieser Sport sollte keinesfalls aufgegeben werden. Langfristig leben Radfahrer viel gesünder, Herz und Kreislauf werden angeregt und auch die Lunge erfreut sich an der frischen Luft. Wie der Fahrrad-Sattel letztendlich aussieht, müssen Sie entscheiden. Es sind sehr viele Modelle auf dem Markt und die Qual der Wahl kann Ihnen keiner nehmen.

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