Impotenz bei Frauen

Auch bei Männern ist das Thema Impotenz ein Punkt, an dem häufig lieber geschwiegen wird, als sich einem Arzt oder der Partnerin anzuvertrauen. Doch zumindest zeigen die vielfältigen Studien, Behandlungsmethoden und Selbsthilfegruppen deutlich, dass hier eine gewisse Entwicklung voranschreitet. Ganz anders sieht es leider auf der Seite der Frauen aus, die natürlich ebenfalls unter Sexualstörungen leiden können. Zwar ist die Studienlage hier bisher sehr dünn, doch die genauere Betrachtung zeigt, dass die Zahl der betroffenen Frauen recht hoch sein dürfte. Eine amerikanische Erhebung zeigte, dass 43 Prozent der Frauen in einem Alter zwischen 18 und 59 Jahren unter Sexualstörungen leiden.

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Die häufigsten Phänomene, die dabei beobachtet werden können, sind:

  • Libido-Verlust
  • Orgasmusstörungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Erregungsstörungen
  • Scheidentrockenheit

Ein großes Problem ist hierbei, dass derartige Störungen in der Gesellschaft sehr schnell als altersbedingt betitelt werden. Dagegen sind sich Gynäkologen inzwischen einig, dass es vor allem auch körperliche Ursachen sind, die in der Verantwortung stehen, und die in jeder Altersgruppe auftreten können. Demnach ist es auch möglich, eine Behandlung zu forcieren, um Frauen von dieser bedrückenden emotionalen Situation besser befreien zu können.Entsprechende Verfahren stecken derzeit noch in den Kinderschuhen, und wurden daher erst in den USA erfolgreich angewandt. Es wird aus diesem Grund wohl noch eine ganze Zeit lang dauern, bis sich die Möglichkeit ergibt, sich auch in Deutschland nach diesen Maßstäben behandeln zu lassen.

 

Hormonelle Schwankungen

Eine mögliche Ursache für derartige sexuelle Störungen ist der Hormonhaushalt. Bei Frauen wie Männern hat dieser nicht nur einen sehr großen Einfluss auf das Lustempfinden, sondern kann auch schnell Probleme bereiten, wenn er einmal aus dem Gleichgewicht geraten sollte. Auch aus diesem Grund ist es hier sehr wichtig, dass ein derartiger Test erfolgt, wenn eine Diagnose gestellt werden soll. Bei Frauen sind es dabei die sogenannten Androgene, die für die Sexualität maßgeblich verantwortlich sind.

Zwar handelt es sich hier grundsätzlich um ein Hormon, das eher den Männern zugeschrieben wird, doch auch der Frauenkörper produziert es in einer geringeren Konzentration. Bei fast allen Frauen, die unter einer zu schwachen Libido zu leiden haben, liegt dabei der Hormonwert unter dem üblichen Durchschnitt. Dies tritt sehr häufig auch in den Wechseljahren auf, und kann auch durch die Einnahme von speziellen Präparaten behandelt werden.

 

Körperliche und organische Ursachen

Neben den Hormonen gibt es eine ganze Reihe von organischen Ursachen, die ebenfalls sexuelle Störungen nach sich ziehen können. Gerade nach Operationen an der Gebärmutter, oder dem Eingriff bei einer Geburt ist es durchaus denkbar, dass sich das Lustempfinden der Frau verringert. Ein klarer Risikofaktor wird auch durch Eingriffe im Bereich des Beckens definiert, bei denen es immer wieder zu Schäden an wichtigen Nervensträngen kommt, die für die sexuelle Erregung von sehr großer Bedeutung sind.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch einige rein psychische Ursachen, die der sexuellen Unlust zugrunde liegen können. Stress im Alltag oder Probleme in der Partnerschaft führen schnell dazu, dass der Körper geistig nicht mehr auf sexuelle Empfindsamkeit eingestellt ist. Dies trägt am Ende einen ganz entscheidenden Teil dazu bei, dass die erforderliche Therapie eben von so komplexer Natur ist. Es ist demnach also nicht einfach, hier direkt die richtigen Schlüsse zu ziehen. Stattdessen müssen nach der körperlichen Untersuchung auch psychische Ursachen in Betracht gezogen werden, um entsprechend darauf reagieren zu können.


Was kann ich tun?

Um eine Behandlung überhaupt erst zu ermöglichen, ist es im Vorfeld notwendig, eine entsprechende Diagnose zu erhalten. Sollte ein zeitlicher Zusammenhang zu einer Operation im Beckenbereich oder der Geburt eines Kindes bestehen, so ist es sehr ratsam, zuerst die körperliche Seite zu betrachten. In diesem Falle wäre nun der Frauenarzt dafür verantwortlich, dass derartige Ursachen erkannt werden können. Je nach den individuellen Grundlagen werden dann verschiedene Optionen für die Behandlung angeboten, zu denen beispielsweise auch eine medikamentöse Therapie zählt.

Sollte sich bei der Untersuchung allerdings zeigen, dass keine offensichtlichen Gründe für den Verlust der Libido vorliegen, so können weitere Schritte implementiert werden. Besonders wichtig ist es hierbei, gerade die psychischen Faktoren zu betrachten, sowie die Probleme und Schwierigkeiten, die sich innerhalb von einer Partnerschaft ergeben können. Den Grundstein legt hier bereits ein offenes und ehrliches Gespräch mit dem Partner, bei dem dieses heikle Thema zur Sprache kommt. Führt dies noch nicht zu erkenntlichen Erfolgen, so steht noch immer die Option zur Verfügung, einen Psychotherapeuten zu Rate zu ziehen, der sich der Sachlage annehmen kann.

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