Helfen Potenzmittel wirklich bei Impotenz?

Hilfe ich bekomme keine starke Erektion mehr? Kein Grund, gleich in Panik auszubrechen, wenn eine gelegentliche Erektionsstörung auftritt. Das ist gelegentlich ganz normal. Problematisch wird es allerdings, wenn der Penis monatelang den Dienst verweigert. Dann wird die Sache doch etwas ernster und Männer sollten in einem solchen Fall Hilfe suchen. Wir möchten Sie darüber aufklären ob in solchen Fällen Potenzmittel wirklich helfen können. Helfen Potenzmittel bei Impotenz so effektiv wie man sagt? Wir klären Sie auf.

Stress ist eine der Ursachen, warum es im Bett nicht klappt. Die Probleme im Job oder der Ärger des vorangegangenen Tages spukt häufig noch im Kopf umher, dann nützt auch die ambitionierteste Stiumulation wenig, denn der Penis streikt. Mit derselben Reaktion spiegelt er übrigens auch Disharmonien in der Beziehung wider.

Und er mag es nicht, wenn er dabei unter Druck gesetzt wird: Mit aller Gewalt eine Erektion zu erzwingen, führt meist zu einer komplett gegenteiligen Reaktion. Erregung und Entspannung hängen nämlich enger zusammen als allgemeinhin vermutet. Sex beginnt tatsächlich im Kopf, denn dort empfängt das Gehirn sexuelle Sinnesreize, wie Berührungen oder Düften oder einer Fantasie. Dann werden Nervenimpulse über das Rückenmark bis in den Penis gesandt. Die schwammähnlichen Schwellkörper dort bestehen aus glatten Muskelzellen, die das Gewebe normalerweise zusammenziehen, bei Erregung hingegen, entspannt sich die glatte Muskulatur, so dass vermehrt Blut in die Hohlräume der Schwellkörper strömen kann und diese sich prall füllen. Dann drückt ihre feste Hülle auf die Venen, so dass das Blut nicht mehr so leicht abfließen kann und es entsteht eine Erektion.

Wie entsteht Impotenz?

Bevor man sich Gedanken macht ob Potenzmittel helfen können sollte man wissen wie Impotenz entstehen kann. Das parasympathische Nervensystem gibt die entscheidenden Impulse dafür, dass das Glied sich versteift. Dies lässt sich zwar ein wenig beeinflussen, aber nicht willentlich steuern. Und Stress, Leistungsdruck oder Versagensangst mag es überhaupt nicht. Darum ist es ganz normal, dass der Penis manchmal streikt und es ist ebenso nachvollziehbar, dass die Psyche eine wesentliche Rolle bei Impotenz spielt.

Von Fachleuten wird diese Störung erektile Dysfunktion genannt. Diese liegt dann vor, wenn ein Mann über einen längeren Zeitraum Probleme damit hat, dass der Penis steif wird oder steif bleibt. Wenn er also gar keinen oder nur unzureichend befriedigenden Geschlechtsverkehr hat. Hinzu kommt natürlich auch noch der Leidensdruck, den ein Mann aufgrund seiner Impotenz empfindet.

Junge Männer leiden eher selten unter Impotenz. Meist tritt das Problem erst in der Lebensmitte auf, dann hat nahezu die Hälfte aller Männer zwischen 40 und 70 Jahren zumindest gelegentliche Erektionsstörungen, ein Viertel leidet häufiger darunter und zehn Prozent sind sogar völlig impotent. Je älter ein Mann ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Impotenz ihn irgendwann betrifft. Ab 60 arrangieren sich Männer oft irgendwie damit, von Impotenz betroffen zu sein, Jüngere wollen im Gegensatz dazu häufiger etwas dagegen tun.

Was sind die Ursachen von Impotenz?

traurigNeben den psychischen, können auch körperliche Ursachen Impotenz hervorrufen. Diabetes, hoher Blutdruck oder ein erhöhter Blutfettspiegel beispielsweise. Auch Arterienverkalkung oder verengte Herzkranzgefäße sowie Übergewicht, Nikotin und Alkoholmissbrauch sind Risikofaktoren. Diese treten dann oft gepaart mit Versagensangst auf und das macht die Sache nur noch schlimmer. Auch Hormonstörungen, Unfälle, Bandscheibenvorfälle oder schwere Krankheiten wie beispielsweise Multiple Sklerose können eine erektile Funktionsstörung zur Folge haben. Deshalb ist es unbedingt ratsam, sich mit Erektionsproblemen an einen Arzt zu wenden und die Ursache abklären zu lassen.

Wer einmal von Erektionsstörungen betroffen ist, gerät schnell in einen Teufelskreis, denn bereits gelegentliche Pannen, die von Stress oder Streit verursacht wurden, können häufigeres Versagen zur Folge haben. Diese Angst kann zunächst eher harmlose körperliche Probleme derart verstärken, dass irgendwann gar nichts mehr geht. Impotenz ist deshalb so problematisch, weil sie so sehr an der Selbstachtung des Mannes nagt und schlimmstenfalls sogar dazu führt, dass er sich gänzlich von der körperlichen Liebe abwendet. Viele werden letzthin sogar depressiv, so dass sich der Teufelskreis irgendwann schließt und ein Ausbrechen nahezu unmöglich scheint.

Was sind die Folgen von Impotenz?

Besonders schlimm trifft es diejenigen, bei denen bereits der erste sexuelle Kontakt scheitert. Oft haben Männer bereits bei der Selbstbefriedigung Erektionsprobleme, weil der Penis nicht steif wird. Auch hier liegen oft seelische Ursachen vor, wie frühkindliche Konflikte oder gar traumatische sexuelle Erfahrungen, die dann in der Pubertät die Sexualität stark beeinträchtigen und eine normale und gesunde Entwicklung verhindern. Viele Männer haben in so einem Fall sehr große Ängste und bleiben nahezu sexuell abstinent. Tritt eine Erektionsstörung erst später auf, so kann eine Scheidung, der Jobverlust oder ein ähnlich einschneidendes Erlebnis dafür verantwortlich sein. Denn obwohl es oberflächlich womöglich nicht als so sehr belastend empfunden wird oder versucht wird, dies zu verdrängen, so legt es sich doch wie ein Schatten auf die Seele und beeinträchtigt Erregung und Erektion. Oft fehlt den Männern die Einsicht, dass diese Dinge durchaus zusammenhängen können und dadurch, dass sie es immer wieder verdrängen, sich stattdessen unter Druck setzen, geraten sie in eine Impotenz.

Helfen Potenzmittel wirklich bei Impotenz?

Zunächst ist es wichtig, die tatsächliche Ursache einer Impotenz herauszufinden, um sie erfolgversprechend behandeln zu können. Immer sollte dazu eine offene Auseinandersetzung mit dem Problem gehören. Das Gespräch mit der Partnerin sollte noch vor dem Besuch beim Arzt stattfinden.

helfen potenzmittelOffener Umgang kann zudem die Wirkung von Potenzmitteln unterstützen. Seit einigen Jahren haben entsprechende Medikamente nämlich die Behandlung erektiler Dysfunktion revolutioniert. Phosphodiesterase-Hemmer, kurz PDE-5-Hemmer, greifen in den biochemischen Prozess ein und helfen dem Blut dabei, in ausreichender Menge in die Schwellkörper zu fließen, damit das Glied steif wird. Diese Tabletten können eine Stunde vor dem Verkehr eingenommen werden und helfen bei seelischen und auch körperlich verursachten Erektionsproblemen.
Obwohl sie bei einigen, bei Diabetikern zu Beispiel, nicht zuverlässig wirken, leisten sie gute Dienste. Zusammen mit einer Sexualtherapie sind sie durchaus empfehlenswert. Da sie bei einigen Krankheiten unerwünschte Nebenwirkungen haben können, sollte vor dem ersten Gebrauch unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Andere Medikamente steigern das Lustempfinden und sorgen so für die Wiederkehr der Erregung. Darüber hinaus gibt es noch die etwas umständliche und nicht ganz ungefährliche Schwellkörper-Autoinjektionstherapie oder auch SKAT. Mit einer dünnen Nadel spritzt sich der Mann hierbei einen Wirkstoff in den Penis, der die Muskelzellen im Schwellkörper entpsannt, damit das Blut einströmen kann. Weniger problematisch sind Vakuum-Erektionshilfen, die die Erektion mit Hilfe von Unterdruck steif werden lassen und durch einen Gummiring halten. Obwohl sich diese Methode nicht gerade großer Beliebtheit erfreut, so leistet sie doch recht gut Hilfe. In jedem Fall gibt es die Möglichkeit, bei Erektionsstörungen mit einer entsprechenden Behandlung anzusetzen und ein Mann, der betroffen ist und darunter leidet, sollte sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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