Statistiken & Zahlen über Impotenz

Impotenz ist ein weit verbreitetes Problem, das ist inzwischen weitreichend bekannt. Auf der anderen Seite gibt es noch immer viel zu wenige Menschen, die wirklich den Mut haben, offen über dieses Thema zu reden. Dies ist zugleich auch der Grund, weshalb die Statistiken in diesem Bereich oft einige Widersprüche in sich aufweisen.

Wer daher die eine oder andere Studie genauer unter die Lupe nehmen möchte, der wird nicht immer dazu in der Lage sein, genaue Rückschlüsse daraus zu ziehen. Zumindest zeichnen sich aber einige Tendenzen ab, an denen sehr deutlich wird, dass Impotenz tatsächlich jeden Mann treffen kann, und bereits in jungen Jahren ein wichtiges Thema ist.

Die Wissenschaftler, die sich dem Thema aber inzwischen angenommen haben, kommen zu sehr interessanten und zum Teil schockierenden Ergebnissen.

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Die Zahlen der Betroffenen

Der allgemeine Trend belegt zum Beispiel sehr deutlich, dass die Zahl der Betroffenen von Jahr zu Jahr zu steigen scheint. Allgemein wird heute von Experten angenommen, dass in etwa die Hälfte der Männer in einem Alter zwischen 40 und 70 Jahren unter gewissen Störungen bezüglich der Potenz leidet. Dabei bedeutet dies nicht, dass 50 Prozent der Männer tatsächlich als impotent gelten.

Nach einigen Angaben weisen vier von zehn Männern aber zumindest leichte bis mittlere Störungen auf, die sich hin und wieder bemerkbar machen. Nur jeder zehnte Mann, der in diese Altersgruppe fällt, klagt dagegen über eine chronische Impotenz, die in einigen Fällen auch nicht mehr zu therapieren ist.

Die Unklarheiten bezüglich aktueller und älterer Studien kommen auch dadurch zustande, dass noch immer keine allgemein gültige und anerkannte Definition vorhanden ist, ab wann denn von einer Impotenz gesprochen wird. Zumindest in Bezug auf die erektile Dysfunktion hat sich der Verband deutscher Urologen aber inzwischen auf einen Messwert geeinigt. So leidet ein Mann nun offiziell unter einer erektilen Dysfunktion, wenn mindestens 70 Prozent der Versuche, einen Geschlechtsakt zu vollziehen, scheitern.

Gleichzeitig spricht man hier von einem längeren Zeitraum von mindestens einem halben Jahr, wo dieses Problem auftreten sollte, damit es wirklich auch als chronisch angesehen werden kann. Treten die Störungen dagegen nur vereinzelt auf, so wird heute nicht direkt von einer erektilen Dysfunktion gesprochen.

 

Zusammenhänge und Korrelationen

Tatsächlich ist es heute möglich, in Bezug auf Impotenz und erektile Dysfunktion einige Rückschlüsse zu ziehen. So lässt sich natürlich ein sehr deutlicher Zusammenhang zwischen der Wahrscheinlichkeit dieser Störungen, sowie dem Alter des Patienten feststellen. Die berühmte „Massachusetts Male Aging Study“, eine amerikanische Studie, die im Jahr 2000 durchgeführt wurde, zeigte dabei deutliche Zusammenhänge.

Während zu dieser Zeit nur in etwa fünf Prozent der amerikanischen Männer im Alter von 40 unter akuten Potenzstörungen litten, so waren es bei den 70-Jährigen bereits 15 Prozent.

Bei einer Umfrage, die das Thema noch weitläufiger fasste, und direkt fragte, ob es im Bett noch wie gewünscht klappt, kamen in Deutschland sogar noch höhere Zahlen zustande. So sind es hier bereits bis zu 15 Prozent der Männer unter 40 Jahren, die unter derartigen Problemen leiden. Ab einem Alter von 50 Jahren steigt dieser Wert sogar noch auf gut 20 Prozent.

Die Altersgruppe der bis zu 65-Jährigen war sogar mit 25 Prozent von gewissen Leiden betroffen.

 

Die möglichen Risikofaktoren

Gleichzeitig konnten einige Korrelationen mit gewissen Risikofaktoren belegt werden. So zeigte sich an anderer Stelle, dass das Risiko für eine Impotenz bei ambitionierten Radfahrern bis zu drei Mal höher ist, als bei anderen Männern mit dem gleichen Alter. Des Weiteren zeigte sich auch, dass der übermäßige Konsum von Tabak und Alkohol einen Einfluss darauf hat, wie wahrscheinlich das Auftreten von einer erektilen Dysfunktion ist.

Es zeigt sich also doch sehr deutlich, wie viele Männer heute von derartigen Problemen betroffen sind. Auf der anderen Seite kann man aber noch immer nicht genau sagen, welche Faktoren eindeutig dafür verantwortlich sind. Ein sehr großer Teil dürfte auf die individuellen Umstände des Lebens zurückzuführen sein, doch es ist genauso möglich, dass sich zum Teil genetische Faktoren dahinter verbergen, die an und für sich einfach unabänderlich sind.

 

Die Behandlungschancen

Zumindest, wenn man sich die Möglichkeiten der Behandlung anschaut, fallen doch einige positive Zahlen ins Gewicht. Sollte sich ein Mann frühzeitig dazu entschließen, mit seinem Problem einen Arzt aufzusuchen, und sich einer entsprechenden Behandlung zu unterziehen, so stehen die Chancen gut, dass er die Impotenz hinter sich lassen kann. Gerade aufgrund der vielfältigen Methoden zur Untersuchung und Behandlung, die den Fachärzten heute zur Verfügung stehen, konnte bereits vielen Menschen geholfen werden.

Mehr als jedem zweiten Mann kann so geholfen werden, die Probleme zu überwinden, und ein befriedigendes Sexualleben zu führen. Doch noch immer gibt es Männer, die einfach nicht die Möglichkeit haben, die Impotenz dauerhaft zu überwinden.

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