Fragen & Antworten über Impotenz

Gerade in Bezug auf Impotenz stellen sich nicht nur den Betroffenen selbst einige Fragen, die sie im Vorfeld gerne beantwortet wissen würden. Aus diesem Grund lohnt es sich, einige interessante und wichtige Fragen genauer zu durchleuchten, um sich so ein noch besseres Bild machen zu können. Hier möchten wir Ihnen die häufigsten Fragen zum Thema Impotenz beantworten.

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Was versteht man unter Erektionsstörungen?

Um was für ein Problem es sich bei einer Potenzstörung handelt, das können viele Menschen genau sagen. Aber häufig ist dabei eben nicht direkt klar, ab wann wirklich von einer Dysfunktion gesprochen werden kann, bei der es durchaus einer Behandlung bedarf.

Hierzu ist es wichtig, sich einmal die Definition vor Augen zu führen, die von der deutschen Gesellschaft für Urologie herausgegeben wurde. Demnach spricht man von einer konkreten Erektionsstörung, wenn der Mann nicht mehr dazu in der Lage ist, mindestens 30 Prozent der Versuche zum Geschlechtsverkehr erfolgreich zu vollziehen. Diese Problematik muss sich so über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr ziehen, sodass wirklich von einem chronischen Krankheitsbild gesprochen werden kann. Kommt es dagegen nur gelegentlich zum Ausbleiben oder Verschwinden der Erektion, so stellt dies kein gesundheitliches Phänomen dar, weshalb hier nicht von einer erektilen Dysfunktion gesprochen wird.

 

Macht Rauchen impotent?

Das Rauchen stellt in Bezug auf Impotenz auch einen wesentlichen Faktor dar, der aber gerne einmal etwas außer Acht gelassen wird. Dies liegt vermutlich daran, dass die anderen Risiken, die damit verbunden sind, überwiegen. Im ganz besonderen Sinne sind es dabei die vom Rauchen geförderten Verschlusskrankheiten an Arterien, die dabei von Bedeutung sind. Bevor die Ablagerungen zum Verschluss von großen Arterien führen, sind es die kleinen Kapillaren, die davon betroffen sind. Dies beeinträchtigt dementsprechend auch den Blutfluss zum Penis, der aber zwingend notwendig ist, um eine Erektion aufbauen zu können. Starke Raucher setzen sich aus genau diesem Grund einem zusätzlichen Risiko aus, an Impotenz zu leiden.

 

Kann ich durch Radfahren impotent werden?

Diese Debatte hat vor einiger Zeit für große Aufmerksamkeit gesorgt, und hat auch diese Aussage ihre Berechtigung. Gerade der Druck des oft harten Sattels auf Nervenbahnen und Gefäße kann dazu führen, dass die Fähigkeit, eine Erektion aufzubauen, eingeschränkt wird. Hier spricht man aber von sehr intensiven Einheiten, mit 300 bis 400 Kilometern pro Woche, die über mehrere Jahre hinweg konstant durchgehalten werden. Eine Studie, an der mehr als 1700 Probanden teilnahmen, zeigte ein eindeutiges Ergebnis. Die Männer, die sich in Vereinen für das Radfahren organisiert hatten, litten dreimal so häufig unter Erektionsstörungen, wie dies bei der gleichaltrigen Kontrollgruppe der Fall war. Ein bequemer und leicht nach unten geneigter Sattel, regelmäßige Lockerungsübungen im Stehen, sowie weniger intensives Training können dafür sorgen, dass diese Schwierigkeiten erst gar nicht auftreten. Mehr über dieses Thema in diesen Artikel.

 

Wie finde ich einen guten Arzt?

Für die Behandlung einer Impotenz ist in der Regel der Facharzt zuständig, was bedeutet, dass man sich einen guten Urologen suchen sollte. Stets kann man die Qualität der Behandlung auch daran erkennen, wie offen das Thema angegangen wird, und wie einsichtig sich der Arzt zeigt. So sollten zu Beginn erst gar keine Tendenzen vorhanden sein, schließlich ist nicht auszuschließen, dass die Erektionsprobleme von mentaler Natur sein können. Ein guter Arzt nimmt sich daher gerade in der ersten Sitzung einige Zeit für den Patienten, um all diese Fragen klären zu können. Somit steht auch einer erfolgreichen Behandlung nichts mehr im Wege.

 

Was untersucht der Arzt?

In der Regel wird der Arzt zuerst einmal versuchen, in einem Gespräch an einige Hintergründe zur Erektilen Dysfunktion zu gelangen. Hier kann bereits häufig festgestellt werden, welche Ursachen nicht entscheidend sein können. In der Folge werden einige Methoden zur Untersuchung eingesetzt, die aber in der Regel alle schmerzfrei sind, und nur wenige Minuten dauern. Dabei wird zum Beispiel untersucht, ob der Körper noch in der Lage ist, den Penis ausreichend mit Blut zu versorgen, oder ob die Nervenenden weiterhin so sensibel reagieren können, wie dies für eine Erektion eben notwendig ist.

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Grundsätzlich haben sich alle Kassen darauf geeinigt, die Kosten für die Untersuchungen in vollem Umfang für die Patienten zu übernehmen. Bei privat versicherten kann es aber durchaus sein, dass der Arzt ein Schlupfloch sucht, um doch noch eine Rechnung an den Betroffenen richten zu können. Dies gelingt dadurch, dass zum Beispiel ein bestimmtes Medikament verschrieben wird. Zeigt dieses nun nicht die gewünschte Wirkung, was zusätzliche Untersuchungen notwendig machen würde, so kann der Arzt diesen Umstand dazu nutzen, diese als individuelle Wunschleistungen zu deklarieren. Da dies nicht zulässig ist, brauchen sich Patienten auch hier keine Sorgen zu machen.

 

Wie wichtig ist der Besuch einer Selbsthilfegruppe?

Bei einer Selbsthilfegruppe gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Bereichen des Themas, die diskutiert werden. Gerade die mentale Belastung, unter der viele der betroffenen Männer in besonderem Maße leiden, kann auf diesem Wege stark verringert werden, wobei sich neue Perspektiven öffnen. Folgende Sachverhalte werden beispielsweise besprochen:

  • Wie finde ich einen guten Arzt?
  • Wie nehme ich bestimmte Medikamente richtig ein?
  • Wer hat Erfahrung mit den Behandlungsmethoden?
  • Wie gehe ich mit meiner Partnerin um?
  • Wie kann ich dennoch eine befriedigende Partnerschaft führen?

 

Wie kann eine erektile Dysfunktion behandelt werden?

Heute bieten sich den Betroffenen zahlreiche Möglichkeiten, um eine Therapie zu beginnen. In vielen Fällen ist es so möglich, die Probleme ganz zu überwinden. Dabei sollte ein Arzt für Sie entscheiden, welche Art der Behandlung nun am besten geeignet ist. Zuvor ist es allerdings notwendig, einige Untersuchungen anzustellen, bei denen sich weitere Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen lassen. Handelt es sich beispielsweise um ein mentales Problem, ausgelöst durch Stress, Leistungsdruck oder andere Faktoren, so ist der Einsatz von Viagra und Co nicht notwendig. Auf der anderen Seite bringt die beste Psychotherapie keine nennenswerten Erfolge, wenn sich die Impotenz auf einen verminderten Blutfluss zum Penis oder einen defekten Nerv zurückführen lässt.

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