Diagnose von Impotenz

Die Diagnose von Impotenz beim Mann ist selbst in der modernen Medizin nicht einfach. Gerade in Bezug auf die erektile Dysfunktion bietet sich ein so breites Feld an unterschiedlichen Ursachen, dass es heute schwer ist, direkt Rückschlüsse daraus zu ziehen. Auf der anderen Seite setzt man sich natürlich das Ziel, selbst durch die Diagnose die gewünschte Behandlung zu ersuchen. So kann die Impotenz oftmals behandelt werden, noch bevor sich ein größeres Problem auf mentaler Ebene ergibt.

Folgende Dinge können ursächlich sein:

  • Nervensystem am Penis
  • Blutfluss zum Penis
  • emotionale Blockade
  • psychisches Problem

Heute finden die Untersuchungen fast alle bei einem Urologen statt, der über die passenden Möglichkeiten verfügt. Patienten, bei denen sich der Arzt schnell sicher ist, dass es sich um Faktoren wie Stress oder mentalen Druck handeln könnte, werden unter Umständen auch in Rücksprache mit einem Psychotherapeuten untersucht. Der Urologe selbst hat die Möglichkeit, einige Tests durchzuführen, die nach der allgemeinen Anamnese notwendig sind, um zu einem Schluss kommen zu können.

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Die Untersuchung der Nerven

Die Ärzte neigen in fast allen Fällen dazu, erst einmal die Nerven am Penis auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Diese sorgen in einer komplizierten Reaktion dafür, dass es später zur Erektion kommen kann. Sind die Nerven dagegen bei ihrer Empfindlichkeit gestört, so verliert der Mann häufig die Möglichkeit, einen Geschlechtsakt zu vollziehen. Für die Diagnose werden kleine Elektroden am Penis angebracht, die leichte Vibrationen erzeugen. Bei stetig steigender Intensität wird der Patient nun gefragt, ab welchem Grad die Vibrationen für ihn spürbar sind.

Sollte sich hier bereits ein Indiz für eine Störung des Nervensystems ergeben, so kann es durchaus sein, dass auch die zum Penis verlaufenden Nervenstränge in der Folge noch genauer unter die Lupe genommen werden. In manchen Fällen ist es möglich, auch daraus einige Rückschlüsse auf mögliche Ursachen zu ziehen.

 

Die Untersuchung der Blutgefäße

Da eine gute Durchblutung für eine Erektion unbedingt erforderlich ist, handelt es sich auch hier um einen der möglichen Gründe, weshalb eine Person unter den Symptomen der Impotenz leidet. Hier handelt es sich um einfache Tests, die innerhalb von wenigen Minuten durchgeführt werden können, und deren Ziel es ist, den Blutfluss zum Penis zu messen.

Durch die dadurch verwendete Manschette zur Messung, die am Penis befestigt wird, lassen sich die entsprechenden Werte ermitteln. Sollte der Blutfluss einer ganz klaren Störung unterliegen, so wird dies bei dieser Art der Untersuchung sehr schnell deutlich.

 

Die Untersuchung durch Injektion

Es gibt aber noch eine weitere Art der Untersuchung, die direkt auf das Gefäßsystem abzielt, und die in der Regel erst nach der Untersuchung des Blutdrucks angewandt wird. Dabei handelt es sich um eine kleine Injektion, in der eine Lösung zur Entspannung der Muskeln enthalten ist, die nun in den Penis injiziert wird. Normalerweise führt dies bei gesunden Patienten zu einer natürlichen Weitung der Blutgefäße, sodass sich bereits nach kurzer Zeit eine Erektion einstellt. Dadurch werden derartige Injektionen direkt zu einem adäquaten Mittel, welches für eine Behandlung von Impotenz eingesetzt werden kann.

Kommt es unter dem Einsatz des Medikaments noch immer zu keiner Erektion, so ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass das Nervensystem selbst erkrankt ist, und dort die Ursache für die Impotenz zu finden ist.

 

Doppel-Ultrasonographie

Liegt nun der klare Verdacht auf eine Erkrankung der Gefäße vor, so wird die Doppel-Ultrasonographie angewandt. Hierbei geht es um die Frage, wie die Gewebestrukturen, die sich unterhalb der Haut befinden, genau aufgebaut sind. Dabei wird das Gewebe durch eine Reflexion der ausgesandten Geräuschwellen auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Der Arzt kann nun erkennen, wie es um die Qualität der darunter befindlichen Gefäße genau bestellt ist.

Sollte es sich am Ende um eine Art der Impotenz handeln, die tatsächlich auch eine Erkrankung von den Gefäßen zurückzuführen ist, so kann man davon ausgehen, dass auch eine Operation in Betracht gezogen werden muss, um eine Behandlung erfolgreich zu vollziehen.

 

Psychische Impotenz

Ein ganz anderes Feld der Diagnose ist die psychische Impotenz, die ebenfalls aus diversen Gründen hervorgerufen werden kann. Die Patienten begeben sich dabei nicht selten in einen Teufelskreis. Denn die Impotenz stellt eine zusätzliche Belastung dar, was es nicht einfacher macht, die entsprechenden Symptome selbst zu überwinden. Ebenso viel Überwindung kostet das Gespräch mit dem Hausarzt, an das in diesem Fall gedacht werden sollte. Dieser hat nun die Möglichkeit, genauere Einschätzungen von der Lage vorzunehmen.

Eventuell ist es auch die Therapie bei einem geschulten Psychotherapeuten, die hier Abhilfe schaffen kann. Ansonsten bietet sich zumindest noch die Möglichkeit, für diesen Zweck einen Urologen heranzuziehen, der eine spezielle Ausbildung im Bereich der psychischen Impotenz aufweisen kann.

 

Emotionale Blockaden

Zuerst werden in der Regel gewisse Untersuchungen angesetzt, die zum Beispiel den Blutzuckerspiegel, oder die Hormone im Blut ins Auge fassen. Fallen hier keine weiteren Besonderheiten auf, so wird zwischen emotionalen und psychischen Ursachen unterschieden. Emotionale Ursachen sind zum Beispiel Scham- und Schuldgefühle, oder eine gewisse Angst, dass beim Geschlechtsakt nicht die eigenen Anforderungen erfüllt werden können. Hier reicht in vielen Fällen ein klärendes Gespräch mit der Partnerin, manchmal auch im Beisein eines Arztes aus, um Erfolge zu erzielen.

Alternativ bietet sich die Möglichkeit einer längerfristigen Therapie an, die aber über einige Zeit aufrechterhalten werden muss, um dauerhaft Erfolge zu erzielen.

 

Die nächtlichen Untersuchungen

Ein wichtiger Indikator, ob es sich stattdessen um eine tieferliegende psychische Ursache handelt, zeigen die nächtlichen Erektionen. Jeder gesunde Mann hat davon vier bis fünf pro Nacht, ohne sie selbst zu bemerken. Tritt auch dieses Phänomen nicht mehr auf, so liegt die Ursache für die Impotenz also nicht am Bewusstsein des Patienten.

Getestet wird dies mit verschiedenen Methoden, die im eigenen Bett durchgeführt werden können, und für die kein Schlaflabor erforderlich ist. So wird zum Beispiel ein spröder Ring am Penis angebracht, der die ganze Nacht dort verweilt. Kam es nun zum Auftreten von einer natürlichen Erektion, weißt der Ring am nächsten Morgen einige Bruchstellen auf. So kann der Arzt erkennen, ob es sich um psychische Gründe handelt.

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