Definition von Impotenz

Impotenz scheint heute ein Begriff zu sein, der sich nur allzu leicht definieren lässt. Dabei ist es in der Praxis notwendig, zwischen zwei unterschiedlichen Arten zu unterscheiden. Gleichzeitig kann hier ein Blick auf die medizinische Fachrichtung geworfen werden, in der ebenfalls eine klare Definition dieses Phänomens vorhanden ist, welches sowohl Männer, wie auch Frauen betreffen kann.

Die Fachwelt unterscheidet zwischen den zwei folgenden Auffälligkeiten:

  • Erektile Dysfunktion (Impotentia coeundi)
  • Infertilität (Impotentia generandi)

Gerade die Impotenz ist ein medizinischer Fall, der sich recht schnell auf die mentale Gesundheit auswirken kann. Dies liegt daran, dass die Betroffenen häufig gewisse Schamgefühle entwickeln, die gleichzeitig dazu führen, dass es ihnen sehr schwer fällt, sich anderen Personen zu öffnen. Auch aus diesem Grund kann die Definition dazu beitragen, dass sich in der Folge eine genaue Entscheidung treffen lässt, was auch eine Therapie unter Umständen möglich macht.

definition-erektile-dysfunktion

Die erektile Dysfunktion

In der Tat gibt es die erektile Dysfunktion, die heute eine stetig wachsende Bedeutung auf sich zieht. Damit wird der Fall beschrieben, dass ein Mann nicht mehr dazu in der Lage ist, einen Geschlechtsakt zu vollziehen. Hier handelt es sich also meist um mechanische Faktoren, die hauptsächlich den Verlust der Fähigkeit zur Erektion beschreiben. Die Ursachen, die dazu führen, können von sehr unterschiedlicher Natur sein. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass es sich um angeborene Phänomene handelt. Auf der anderen Seite können aber auch Verletzungen oder Erkrankungen langfristig dazu führen, dass sich nach und nach eine erektile Dysfunktion ausbildet. Rein technisch gesehen ist es aber mit einer erektilen Dysfunktion noch immer möglich, Nachkommen zu zeugen.

Dies liegt daran, dass eben die Erbinformation korrekt übertragen werden könnte. Im Rahmen von einer künstlichen Übertragung der Erbinformation wäre es im Labor also weiterhin möglich, Nachkommen zu zeugen. Des Weiteren gibt es in vielen Fällen die Möglichkeit, durch den Einsatz von Medikamenten gegen die Störung vorzugehen, und sie so zu behandeln. Alternativ ist es ebenso möglich, mit einer Psychotherapie zu verfahren, falls sich der Auslöser eher auf der mentalen Ebene befinden sollte.

 

Die klassische Infertilität

Diese Form der Impotenz wird auch als Unfruchtbarkeit bezeichnet, und sie beschreibt den Sachverhalt, dass keine Nachkommen mehr gezeugt werden können. Gerade für Paare, die sich ein Kind wünschen, stellt dies immer wieder eine starke Belastung dar. Immerhin jedes zehnte Paar benötigt mehr als zwei Jahre, bis der Kinderwunsch in Erfüllung geht. Gleichzeitig gibt es einen gewissen Prozentsatz, der sogar dauerhaft ohne Kinder bleibt. Häufig bleibt die künstliche Befruchtung hier der einzige Weg, um den Wunsch nach einem Kind noch erfüllen zu können.
Die Ursachen, die zur Unfruchtbarkeit führen können, sind bei Frauen und Männern verschieden. Deshalb kann hier nur die differenzierte Betrachtung dazu beitragen, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

 

Die Unfruchtbarkeit bei Frauen

Bei Frauen gibt es diverse Gründe, die dazu führen können, dass die Fähigkeit zur Geburt eines Kindes verloren geht. Ein Teil dieser Faktoren geht dabei auf erbliche Gründe zurück, andere Gründe können dagegen verhindert werden. Immer häufiger ist es sogar ein ungesunder Lebensstil, der zu einer teilweisen Unfruchtbarkeit einer Frau führt.

Andere wichtige Aspekte sind:

  • Geschlechtskrankheiten (Tripper oder Chlamydien)
  • Unfähigkeit der befruchteten Eizelle, sich in der Gebärmutter einzunisten
  • Alter
  • starkes Über- oder Untergewicht
  • gestörter Eisprung

An und für sich ist es tatsächlich kaum möglich, selbst Rückschlüsse auf die tatsächliche Ursache zu ziehen. Nach der Definition liegt aber dann eine Unfruchtbarkeit vor, wenn durch die verschiedenen Ursachen eine natürliche Schwangerschaft verhindert wird.

 

Unfruchtbarkeit bei Männern

In Bezug auf Männer gibt es ebenfalls eine klare Definition, wann von einer Sterilität gesprochen werden kann. In der Tat tritt diese aber sehr viel seltener auf, als dies bei der Erektilen Dysfunktion der Fall ist. Die Zeugungsunfähigkeit tritt dann ein, wenn die Qualität des Spermas so geschädigt ist, dass damit keine Eizelle mehr befruchtet werden kann.

Demnach sind es folgende Ursachen, die zur Unfruchtbarkeit führen können:

  • Drogen und Schadstoffe
  • Alter
  • Ernährungsgewohnheiten
  • zu niedriger Testosteronspiegel
  • Einflüsse durch Strahlung
  • genetische Defekte

Jeder dieser Faktoren kann dazu führen, dass die Zahl der gesunden Spermien reduziert wird. Ist irgendwann ein kritischer Punkt erreicht, so ist die Wahrscheinlichkeit, noch ein Kind zeugen zu können, bereits sehr gering. Zwar gibt es hier in manchen Fällen noch durch die moderne Medizin die Möglichkeit einer künstlichen Übertragung der Erbinformation, dennoch wird hier von einem Fall von Impotenz gesprochen.

Es gibt also allein per Definition sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie sich Impotenz zeigen kann. Noch viel größer ist sogar die Zahl der unterschiedlichen Ursachen, die bei Frauen und Männern dazu führen können. Grundsätzlich sind die Männer dabei sogar häufiger von Impotenz betroffen, als dies bei Frauen der Fall ist. Und nicht in jedem Fall ist es rückwirkend noch möglich, durch eine künstliche Befruchtung etwas dagegen zu unternehmen.

Es ist also stets die Summe der Faktoren, die man beachten sollte. Gleichzeitig ist es nicht zu empfehlen, über dieses Thema zu schweigen. Dies liegt daran, dass dadurch auch auf mentaler Ebene eine Problematik entsteht, die sogar das eigene Selbstwertgefühl schwächen kann. Besser ist es, sich gegenüber dem Partner, vertrauen Personen und einem Arzt zu äußern, um dann auch entsprechende Gegenmaßnahmen in Bezug auf die Impotenz in die Wege leiten zu können.

Kommentare sind geschlossen