Psychologische Hilfe bei Impotenz

Natürlich gibt es ganz unterschiedliche Ursachen, die für eine erektile Dysfunktion verantwortlich sein können. Auch aus diesem Grund ist es von sehr großer Bedeutung, verschiedene Arten der Behandlung in Betracht zu ziehen. Es beginnt dabei meist mit der rein physischen Behandlung, mit der viele Menschen versuchen, Erfolge zu erzielen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Möglichkeit, auf einer psychischen Ebene mit den Patienten zu arbeiten. Um in der Lage zu sein, eine Erektion aufzubauen, darf schließlich gerade der eigene Stress nicht zu hoch sein. Des Weiteren leiden manche Männer unwissentlich unter gewissen psychischen Blockaden, die zum Teil auch aus traumatischen sexuellen Erfahrungen in der Vergangenheit entstanden sind. Am Ende muss daher auch die Psychologische Hilfe betrachtet werden, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

Folgende Faktoren sind dabei häufig für die Problematik verantwortlich:

  • Mangelnde Nähe und Kontakt
  • Festgefahrene Routinen
  • Eifersucht
  • Emotionale Belastungen
  • Sexuelle Unzufriedenheit

psychologisch

Die Selbsthilfe

Zu Beginn reicht es oft aus, sich erst einmal dem Thema der Selbsthilfe zu widmen. Dem liegt oft das Problem zugrunde, das selbst in einer intimen Partnerschaft nur sehr ungern über dieses Thema gesprochen wird. Dabei resultieren der Erfahrung nach sehr viele Blockaden vor allen Dingen aus mangelnder Kommunikation. Männer neigen dazu, sich gegenüber ihrer Partnerin mit ihrem Problem zu verschließen. Dies liegt vor allem daran, dass sie von starken Schamgefühlen geplagt werden, bei denen sie noch nicht einmal bereit dazu sind, sie ihrer Partnerin zu offenbaren. Um das Problem also an der Wurzel anpacken zu können, ist es von sehr großer Bedeutung, sich auch diesen Dingen zu widmen.

Bereits mehrere offene Gespräche können dabei helfen, sich selbst den Druck von den Schultern zu nehmen, wodurch sich auch das Sexualleben wieder deutlich verbessert. Manchen Menschen gelingt es, dies ganz unter eigener Regie in die Wege zu leiten. Andere Personen empfinden es dagegen als wichtig, auch einen Experten am Gespräch teilhaben zu lassen.

 

Fragen innerhalb der Partnerschaft

bettAuf der anderen Seite betrifft eine Erektile Dysfunktion immer beide Partner, schließlich lässt sich das Problem oft auch in der gemeinsamen Sexualität finden. Wer es schafft, hier neue Reize zu setzen, der kann auch auf diesem Wege die sexuelle Unzufriedenheit beenden. Vor allem in einer langjährigen Partnerschaft müssen hier klare Vorstellungen vorhanden sein, damit sich dieses Ziel noch umsetzen lässt. Ein erster wichtiger Schritt wäre bereits getan, wenn einige Faktoren verändert werden können, die ansonsten mehr und mehr zu sexueller Unlust führen. Es gibt also doch einige Wege, um hierbei die gewünschten Ziele erreichen zu können.

In der Regel kann die Erektile Dysfunktion in diesem Fall aber nicht ausschließlich einer mangelnden Anziehung und einem unbefriedigenden Sexleben zugeschrieben werden.

Viel mehr steht die Impotenz des Mannes hierbei als eine Kausalität fest, die andere Entwicklung unweigerlich nach sich gezogen hat.

Für Experten gibt es so innerhalb einer Partnerschaft ganz unterschiedliche Faktoren, die zu einer erektilen Dysfunktion führen können. So kann es zum Beispiel sein, dass die emotionale Basis beider Partner nicht mehr breit genug ist, und sich so eine gewisse Unzufriedenheit entwickelt hat. Auf der anderen Seite kann aus verschiedenen Situationen starker emotionaler Druck entstehen. Zum einen lässt sich dies vielleicht auf sexuelle Unerfahrenheit, aber auch auf unterschiedliche Vorstellungen zurückführen.

Häufig ist es dabei auch eine unterschiedliche Lebensplanung, die zu diesen Problemen führt. Hier bietet sich heute die zusätzliche Option der Paarberatung, bei der sich derlei Dinge aus der Welt schaffen lassen.

 

Der Psychotherapeut als externe Lösung

psychotherapeutEs gibt aber tatsächlich auch Probleme, die sich eigentlich noch auf einer tieferen Ebene des Bewusstseins befinden. Hier gelingt es selbst durch ein gutes Gespräch oft nicht mehr, die gewünschten Ziele zu erreichen. In diesem Fall ist eine Psychotherapie oft die beste Wahl, um weitere Schritte in die Wege leiten zu können. Dies kann durchaus unangenehm sein, was den einfachen Grund hat, dass der Psychotherapeut hier natürlich sehr unangenehme Fragen stellen wird.

Dies liegt vor allem daran, dass es nur so möglich ist, wirkliche Antworten zu finden. Dennoch ist es hier natürlich wichtig, die richtigen Aspekte zu erkennen, um dann von der Therapie profitieren zu können. Oftmals wird hier im Laute der Sitzungen auch noch zutage gefördert, warum viele Männer unter einer Erektilen Dysfunktion leiden. Für den Patienten kann es durchaus unangenehm sein, sich einer Konfrontation solchen Ausmaßes stellen zu müssen. Doch zumeist ist dies ganz einfach der beste Weg, um gewisse Gefühle hinter sich lassen zu können.

Aktuell gibt es in Bezug auf die psychologische Hilfe bei einer Erektilen Dysfunktion eine heiße Debatte darüber, ob die anfallenden Kosten einer Beratung von einer Krankenkasse übernommen werden sollen. Aktuell sieht es zwar nicht so aus, als würden sich daraus großartige neue Möglichkeiten ergeben, doch zumindest ein Teilbetrag könnte in Zukunft von den Versicherern gedeckt werden. Noch ist es aber wie auch bei den Potenzmitteln so, dass die Kosten vom Patienten selbst in voller Höhe getragen werden müssen.

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