Beckenbodentraining gegen Impotenz

Es ist inzwischen bekannt, dass der Erektion des Mannes ein sehr komplizierter Ablauf zugrunde liegt, an dem die unterschiedlichsten Strukturen beteiligt sind. Nun stellt man sich aber auch die Frage, wo genau angesetzt werden soll, wenn nach einer Möglichkeit zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion gesucht wird.

Es beginnt bereits mit den Muskeln, die sich im Bereich des Beckens befinden. Vor allem der sogenannte Beckenboden, der die inneren Organe vom After abgrenzt, spielt in Bezug auf Impotenz eine wichtige Rolle. Bei einem gesunden Mann sind diese Muskelfasern dazu in der Lage, bei sexueller Erregung zu kontrahieren, was ein automatischer Ablauf ist, der praktisch keinen willentlichen Einflüssen unterliegt. Die Kontraktion führt dazu, dass die Venen, welche das Blut vom Penis weg befördern, verschlossen werden. Nun sammelt sich das Blut in den Schwellkörpern, und es kommt zu einer Erektion. Für diese sind vordergründig der Musculus ischiocavernosus und der Musculus bulbospongiosus verantwortlich.

Das gezielte Training erfordert dabei:

  • regelmäßige Wiederholungen
  • hohe Konzentration
  • professionelle Anweisung

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Die Beckenbodenmuskulatur als Ursache für Impotenz

In unserem Alltag leiden wir nun unter dem Problem, dass die Muskulatur des Beckenbodens oft nur schwach ausgeprägt ist, und vor allen unter dem langen Sitzen leidet. In der Folge ist sie häufig nicht mehr in der Lage, die Venen vollständig zu verschließen, sodass es nur noch zu schwachen oder gar zu ausbleibenden Erektionen beim Mann kommt. Das Blut kann schließlich nicht länger in den Schwellkörpern gehalten werden, da es durch die offenen Venen direkt wieder zum Herzen fließt. An dieser Stelle kommt das Beckenbodentraining ins Spiel, welches einen wichtigen Teil dazu beitragen kann, dass sich genau solche Probleme nicht mehr ergeben.

Durch das Training werden die umliegenden Muskeln ganz gezielt angesprochen, wodurch sie nach und nach wieder an Kraft gewinnen. Somit ist es unter Umständen sogar möglich, in Zukunft auf die Einnahme von Potenzmitteln zu verzichten, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt. Gleichzeitig ist bekannt, dass das Beckenbodentraining, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen, das Liebesleben verbessern kann.

 

Das Erlernen der Methoden

Die Übungen selbst basieren zum ganz großen Teil auf der Frage, wie die Muskeln angesprochen werden können. Es geht nicht darum, mit dem Muskeln etwas zu bewegen, sondern nur zu lernen, sie gezielt anzusteuern. Bereits das bloße Anspannen sorgt schließlich dafür, dass der Muskel wieder an Kraft gewinnt. Um dies gewährleisten zu können, ist es während der ersten Phase erst einmal sehr wichtig, die Übungen unter professioneller Anleitung zu erlernen. So kann am besten festgestellt werden, ob bei der Durchführung auch wirklich die richtigen Muskeln angesprochen werden. Möglich ist dies zum Beispiel bei der Krankengymnastik, aus der ebenfalls bestimmte Übungen entnommen wurden. Inzwischen gibt es vereinzelt sogar Fitnessstudios, die Kurse anbieten, in denen dieses Thema behandelt wird. In der Regel sind zwei bis fünf Treffen notwendig, um die Übungen vollständig zu beherrschen.

 

Die ersten Übungen

Mit dem Beckenbodentraining kann praktisch jeder sofort beginnen, der einige Minuten Zeit hat.

Zuerst legen Sie sich hierzu auf den Boden, stellen die Füße gewinkelt auf, und spreizen die Beine leicht nach außen. Der Atem ist ein sehr guter Weg, um erkennen zu können, wo sich die Muskeln genau befinden. Daher sollten Sie einige Minuten lang versuchen, gezielt in den Bauch zu atmen. Männer können vor allem am Damm und an der Peniswurzel sehr gut erkennen, ob sich ihre Beckenbodenmuskulatur gerade anspannt.

Über das gezielte Ertasten und Anspannen ist es also in der Regel bereits möglich, die Muskeln zu spüren. Sollten Sie dagegen nach einiger Zeit merken, dass dies bei Ihnen nicht der Fall ist, so sollten sie besser doch professionelle Unterstützung für die Übungen in Anspruch nehmen.

Dies ist deutlich besser, als es über Wochen hinweg selbst zu versuchen, und dabei den Beckenboden gar nicht gezielt anzusprechen. Das eigentliche Training kann später sogar unbemerkt durchgeführt werden, da man sich hierfür nicht in eine bestimmte Position begeben muss. Die Muskeln des Beckenbodens können sowohl im Stehen, als auch beim Gehen gezielt angesprochen werden, wodurch sich bereits der Trainingseffekt einstellt.

 

Möglichkeiten und Wege zur Besserung

Sollte sich die Impotenz am Ende des Tages also tatsächlich auch auf derartige körperliche Faktoren zurückführen lassen, so ist die Chance sehr groß, damit Erfolge zu erzielen. Am besten ist es hier aber noch immer, auch den behandelnden Arzt einmal zu fragen, welche Ursache sich dahinter verbergen könnten, und ob das Training in Ihrem individuellen Fall auch sinnvoll ist. Um wirkliche Erfolge erzielen zu können, ist es ebenso wichtig, das Training regelmäßig durchzuführen.

Am besten ist es sogar, dies mindestens jeden zweiten Tag zu praktizieren. Gleichzeitig sollte man nicht davon ausgehen, dass sich die eigene Situation bereits nach nur einer Woche schlagartig verändert hat. Es dauert eben etwas länger, um von einer derart langfristigen Lösung profitieren zu können.

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