Arztbesuch bei Impotenz

Die erektile Dysfunktion ist eines der zentralen gesundheitlichen Probleme bei Männern, wobei gerade die mentale Belastung hier eine wichtige Rolle spielt. Obwohl bekannt ist, dass in Deutschland in etwa sechs bis sieben Millionen Männer unter einer Form der Impotenz leiden, handelt es sich noch immer um ein Thema, das in unserer Gesellschaft sehr gerne verschwiegen wird.

Auch aus diesem Grund haben viele Männer ein Problem damit, sich mit einer erektilen Dysfunktion an einen Arzt zu wenden. Dabei kann der Besuch der erste wichtige Schritt sein, um die Schwierigkeiten hinter sich zu lassen.

Wir möchten Ihnen ein paar Tipps und Tricks zum Thema Arztbesuch bei Impotenz geben. Wir geben Ihnen Einblick darauf, womit Sie zu rechnen haben, was Sie bei dem Besuch erwartet und wie Sie damit umgehen können.

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Die Prägnanz des Arztbesuchs

Nun sollte man sich darüber im Klaren sein, dass der Arzt nach der Definition von Impotenz erst dann davon spricht, wenn mindestens 70 Prozent der Versuche, einen Geschlechtsakt zu vollziehen, scheitern. Zudem wird hier ein längerer Zeitraum von bis zu einem halben Jahr ins Auge gefasst, denn temporäre Störungen sind durchaus normal, und müssen nicht gesondert behandelt werden. Um nun aber herausfinden zu können, welcher Arzt für das Problem überhaupt zuständig ist, muss erst einmal überprüft werden, um welche Form der Ursachen es sich handelt.

Folgende Gründe stehen bei einer erektilen Dysfunktion zumeist in der Verantwortung:

  • physische Ursachen
  • psychische Ursachen
  • medikamentöse Ursachen

Zwar ist es ebenso möglich, sich an den ganz normalen Hausarzt zu wenden. Doch in der Regel kann der Prozess der Diagnose und Behandlung etwas abgekürzt werden, wenn direkt ein Spezialist aufgesucht wird. Deuten also alle Zeichen darauf hin, dass es körperliche Ursachen sind, dann wäre der Urologe der geeignete Ansprechpartner, um das Problem hinter sich zu lassen. Bei psychischen Gründen kann dagegen ein Psychotherapeut dabei helfen, die emotionalen und seelischen Probleme gezielt zu überwinden.

 

Die Vorbereitung auf den Arztbesuch

Dies mag sich zunächst etwas überspitzt anhören, doch tatsächlich können die Aussichten auf eine erfolgreiche Diagnose auch dadurch verbessert werden, dass sich der Patient etwas auf die anstehende Untersuchung vorbereitet.

Da das Feld an unterschiedlichen Auslösern schließlich so breit gefächert ist, fällt es selbst den Experten oft schwer, die richtigen Faktoren auszuschließen. Ein erster Schritt der Vorbereitung findet dabei auf emotionaler Ebene statt, denn man sollte dazu bereit sein, möglichst offen über die eigenen Probleme zu sprechen. Dies fällt leichter, wenn stets im Hinterkopf behalten wird, wie viele Millionen anderer Männer ebenfalls mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Des Weiteren gibt es viele Medikamente, die dafür sorgen können, dass eine erektile Dysfunktion als eine der Nebenwirkungen auftritt. Deshalb ist es ratsam, alle Beipackzettel der aktuell eingenommenen Medikamente mit sich zu führen, um gegebenenfalls dem Arzt darüber Aufschluss geben zu können. Besonders bei Menschen, die unter Problemen mit dem Herzen, oder aber einem zu hohen Blutdruck leiden, kann dies von sehr großer Bedeutung sein, denn hier gibt es immer wieder gewisse Korrelationen.

 

Die Untersuchungen des Arztes

Der Arzt wird nun beim Besuch in der Regel erst durch ein klärendes Gespräch versuchen, einige Hintergründe in Erfahrung zu bringen. Dabei geht es sowohl um den Umgang innerhalb der Partnerschaft, wie auch um die eigene Gesundheit. Stellt sich hier nun heraus, dass die Impotenz vermutlich auf psychische Faktoren zurückzuführen ist, so wird in der Regel direkt die Empfehlung ausgesprochen, sich an einen guten Psychotherapeuten zu wenden, und offene Gespräche mit der Partnerin zu führen.

Erst dann wird in der Regel eine Reihe von Untersuchungen in die Wege geleitet, die zeigen können, auf was sich die Impotenz denn nun genau zurückführen lässt. So bringt der Arzt beispielsweise kleine Elektroden am Penis an, mit denen es völlig schmerzfrei möglich ist, die Reaktion der Nerven zu überprüfen. Nach der Untersuchung des Nervensystems wird zumeist darauf geschaut, ob die Blutgefäße im Bereich der Genitalien noch intakt sind.

 

Blutgefäße und Blutfluss

Mittels einer Manschette wird überprüft, ob der Blutdruck in dieser Region überhaupt noch stark genug ist, um eine Erektion aufzubauen und zu halten. Gründe hierfür können zum Beispiel Ablagerungen in den Gefäßen sein, die vor allem von einer ungesunden Lebensweise und einem zu hohen Konsum an Zigaretten herrühren.

Ansonsten kann der Arzt auch überprüfen, ob der Körper theoretisch noch dazu in der Lage wäre, eine Erektion aufzubauen.

Dafür wird eine kleine schmerzhafte Injektion in den Penis vorgenommen, die dazu führt, dass sich die Blutgefäße etwas weiten, wodurch der Blutfluss verstärkt wird. Sollten nun die gewünschten Effekte auftreten, so kann man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es mithilfe von Potenzmittel möglich ist, die erektile Dysfunktion zumindest zeitweise hinter sich zu lassen.

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